Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. informiert:

 

Am 9. November 2016 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Hospizvereins Calendula in Wangen ein neuer Vorstand gewählt. Die bisherige Vorsitzende, Frau Dr. Annegret Kneer, hatte nicht mehr kandidiert, nachdem die Schließung des stationären Hospiz am Engelberg erfolgt war und auch nach dem Rücktritt von Frau Dr. Kneer als Hospizleiterin eine weitere Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten nicht mehr denkbar gewesen war. Verschiedene Vorwürfe gegen die ehemalige Vereinsvorsitzende und Hospizleiterin werden derzeit von den zuständigen Behörden untersucht.

Susanne Kränzle, die Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg, äußert sich erleichtert über die Neuaufstellung des Vorstandes. „Es ist gut, dass sich Menschen gefunden haben, die in dieser außerordentlich krisenhaften Situation Verantwortung übernehmen und sich einbringen werden. Es wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis neue Strukturen aufgebaut und Mitarbeitende gefunden sind, die helfen, die Hospizarbeit in Wangen wieder vertrauenswürdig und auch zukunftsfähig zu machen.“

Die Wiedereröffnung des stationären Hospiz am Engelberg sei eine Herkulesaufgabe, so Kränzle. Als die eigentliche Kernaufgabe der Hospizarbeit müsse die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen zuhause, im Pflegeheim und Krankenhaus neue Bedeutung in Wangen bekommen, denn die meisten Menschen wünschten sich, in ihrer gewohnten Umgebung sterben zu können. „Auch dafür wird die gGmbH sicherlich die Weichen neu stellen. Soweit erwünscht, steht unser Verband beratend und unterstützend zur Seite.“ Dies sei in Telefonaten mit unterschiedlichen Verantwortlichen bereits vereinbart worden.

Ende September musste das Hospiz am Engelberg in Wangen vorübergehend schließen, nachdem aufgrund zahlreicher Krankmeldungen von Pflegekräften der Betrieb nicht mehr gewährleistet werden konnte. Zwischenzeitlich legte die bisherige Heimleiterin und Hospizärztin, Frau Dr. Annegret Kneer, ihre hauptamtliche Tätigkeit nieder, ist aber weiterhin Vorsitzende des Mehrheitsgesellschafters, des Hospizverein Calendula e. V. und möchte in dieser Position laut Presseberichten die Wiederaufnahme des Betriebs des Hospiz Wangen vorbereiten. Am 9. November soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen stattfinden. Im Rahmen einer Gesellschafterversammlung signalisierte Frau Dr. Kneer, ihren Vorstandsposten zur Verfügung zu stellen.

Nationale Charta-Strategie fordert bedarfsgerechte Begleitung am Lebensende als Menschenrecht - Handlungsempfehlungen der Öffentlichkeit vorgestellt

Berlin, 17.10.2016. Die aus der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ hervorgegangenen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung im Rahmen einer Nationalen Strategie werden heute in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Drei Jahre liegen zwischen der Auftaktveranstaltung "Von der Charta zur Nationalen Strategie" im Jahr 2013 im Deutschen Bundestag und der Präsentation des Maßnahmenkatalogs, an dem 50 gesundheitspolitisch relevante Institutionen und Organisationen in einem Konsensusprozess mitgewirkt haben.

Aktuelles aus den Hospizen:

 
  • Hospiz-Dienst Schwäbisch Hall

Die Kassen sind aufgefordert umzudenken.Die Arbeit der Pflegekräfte wurde auf „satt und sauber“ – Pflege reduziert. Die Pflegesätze bestrafen gute Pflege: z.B. Ein Bewohner soll mobilisiert werden. Vielleicht ist der Betroffene schwerkrank, er ist schwach, da er lange Zeit im Bett verbracht hat.

  • Hospizverein Rheinstetten e.V.

Die in unserem Jahresprogramm angekündigte Lesung mit Ursula Cantieni am Freitag, 16. Dezember 2016 fällt leider aus.

  • Ambulanter Kinderhospizdienst für den Bodenseekreis, Ambulanter Kinderhospizdienst für den Landkreis Ravensburg

Für trauernde Jugendliche aus dem Bodenseekreis und dem Kreis Ravensburg hat der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst AMALIE einen zweitägigen Ausflug in den Europapark Rust organisiert. Finanziert wurde der Ausflug von Radio 7 Drachenkinder mit einer Spende von 3000 Euro.